The Burger. Ein Rezept von Benjamin Benke von BASEBURGER

Vor gewisser Zeit hat der Burger meine Neugierde geweckt. Oftmals ein Gericht, welches sehr einfallslos und geschmacksfrei angetroffen wird.

Jan, Lara und Benjamin in Vorfreude (v.l.)
Jan, Lara und Benjamin in Vorfreude auf den Baseburger (v.l.)

 

Durch einen Zufall entbrannte meine Burgerlust. In der Annegarnstraße gab es ein Gläschen Trüffelbutter. Keiner traute sich es zu verwenden. Ich gab mir einen Ruck und kombinierte diese Butter mit Rucola auf einem Burger. Eine echte Offenbarung. Und endlich beschäftigte ich mich auch mal theoretisch mit der Burgerkunst.

Unzählige Variationen sind beim Burger natürlich möglich. Aber das Herz des Burger muss stimmen, sonst ist alles andere nur Maskerade. Daher möchte ich hier auf die klassische und schnörkellose Urversion des Burger hinweisen. Nicht auf den Louise-Burger aus den 1830er Jahren, aber dennoch auf einen sehr puristischen Burger, wie er traditionell im „BASEBURGER“ angeboten wird.

Ein Burger zerfällt in der Regel in vier Teile. Erstens dem Brötchen (Bun), zweitens dem Fleisch (Patty), drittens den Beilagen (Toppings) und viertens den Soßen (Dressing).

  • Als Brötchen (Rezept) möchte ich hier mal ein Milchbrötchen oder noch besser ein Brioche vorschlagen. Optimal weich und fluffig gibt das Brötchen eine elegante süße Note.
  • Auf das Fleisch soll hier eine ganz besondere Aufmerksamkeit gelegt werden. Es wird so oft vernachlässigt oder versucht durch Gewürze, Toppings oder Dressings unkenntlich zumachen. Das Fleisch sollte bei einem Metzger eures Vertrauens frisch und grob gewolft erstanden werden. Welches Stück vom Rind sich nun am besten eignet, darüber streiten sich die Geister. Unbestritten ist aber, dass ein Fettgehalt von 20% wichtig ist. Das empfiehlt Hüfte oder Nacken. Ungewürzt und ohne viel Druck, sollte nun die Rohmasse zu 120-150 g schweren Patties geformt werden. Diese sollten in keinem Fall zu dünn werden. In der Mitte des Patty wird eine Vertiefung gedrückt, damit das Fleischstück sich beim Grillen nicht zu einem Ball verformt. Nun kann der Patty von außen mit ein wenig Salz und Pfeffer bestreut werden und unter einmaligem Wenden von jeder Seite 3-4 Minuten gegrillt werden. Verkohlt den Patty nicht, sondern traut euch ihn rosa zu genießen. Nach dem Grillen wird eine kurze Ruhepause für den Patty empfohlen, damit sich die Bratensäfte  verteilen können.

  • Kein Schnickschnack bei den Toppings! Ein wenig guten Salat, ein paar Zwiebeln (roh oder karamellisiert), eine Tomate und eine eingelegte Gurke für die Säurenote.

    Das ist schon mehr als genug!

  • Hebt die Dressings für die Pommes auf. Maximal ein paar Tropfen. Das Fleisch sollte von sich aus saftig genug sein. Süße und Säure habt ihr von den anderen Zutaten schon drin.

Guten Appetit und ein wunderbares Leben mit viel Fleischeslust!

Euer Benjamin

P.s.: Dazu passt ein wenig „Cole Slaw“.

 

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